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Server-Richtlinie

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Ablageort für Finanzberichte, Jahresberichte und Protokolle der Mitgliederversammlungen.
Ablageort für Finanzberichte, Jahresberichte und Protokolle der
Mitgliederversammlungen, sowie vom Vorstand beschlossene Richtlinien.
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# Server-Rechtlinie des FOSSGIS e.V.
Beschlossen vom Vorstand am 19.10.2021.
## Hintergrund
Der FOSSGIS e.V. betreibt diverse Dienste im Internet auf Basis von
Open-Source-Software und offenen Daten. Die Nutzung der Dienste soll, so weit
wie möglich, für alle offen sein und damit unseren Vereinszweck fördern.
Leider werden die Dienste auch gelegentlich von Leuten genutzt, deren Ideen und
Ziele wir nicht gut finden und eigentlich nicht unterstützen wollen. Diese
Richtlinie regelt, wie wir damit umgehen.
## Interne Richtlinie
1. Der FOSSGIS e.V. betreibt seine Dienste so offen wie möglich. Jeder soll
unsere Dienste und unsere Software nutzen können, egal zu welchem Zweck.
Eine inhaltliche Kontrolle findet nicht statt.
2. Seine Grenze findet diese Offenheit natürlich da, wo deutsche Gesetze
gebrochen werden.
3. Die Administratoren der jeweiligen Dienste bzw. die Arbeitsgruppe OSM-Server
können diese Richtlinie im Einzelfall selbständig, ohne Absprache mit dem
Vorstand, umsetzen, wenn sie von Übertretungen erfahren. Sie sollen und
müssen nicht von sich aus nach Übertretungen suchen. Wenn sie im Einzelfall
eine Entscheidung für etwaige Maßnahmen nicht treffen können oder wollen,
können sie sich jederzeit an den Vorstand wenden, der einen Beschluß dazu
herbeiführen wird.
4. Alle getroffenen Maßnahmen und dergl. sind im Gitlab-Projekt
ag-serverpolicy/vorgaenge intern zu dokumentieren.
5. Der Vorstand behält sich das Recht vor den Vorgang an sich zuziehen
oder Einzelfallentscheidungen der Admins zu revidieren, das sollte
aber die Ausnahme sein.
6. Unabhängig davon, wer die Entscheidung getroffen hat und wie sie zustande
kam, ist es ggf. Aufgabe des Vorstands diese Entscheidung nach Außen im
Namen des Vereins zu vertreten.
## Begründung
Im Frühjahr 2021 wurde dieses Thema im Verein in verschiedenen Foren
diskutiert. Die Meinungen dazu gingen weit auseinander, es wurde aber immer
wieder von allen betont, wie schwierig das Thema ist und wie schwierig es ist,
die verschiedenen Argumente zu gewichten.
Auf der Mitgliederversammlung wurde dann auch ein grobes Meinungsbild
eingeholt. Auch hier gab es verschiedene Meinungen, mit einer leichten Tendenz
zur "Offenheit". Dies hat der Vorstand als Auftrag verstanden, selbst eine
Entscheidung zu treffen, und in dieser Richtlinie schriftlich festzuhalten.
Neben der eigentlichen "inhaltlichen" Frage ging es dabei auch darum, wie eine
Regelung in der Praxis mit unseren begrenzten Ressourcen umgesetzt werden kann.
Eine Lösung, die aufwändige Konsultationen und langwierige
Entscheidungsprozesse beinhaltet, ist in der Praxis kaum umzusetzen.
Zu den einzelnen Punkten der Richtlinie:
1. In der Welt der freien Software ist es schon lange etabliert, dass Lizenzen
nicht regeln, zu welchem Zweck man die Software benutzen darf. Das ist in
unserer Community auch eigentlich nicht weiter umstritten. Dieses Prinzip
setzen wir hier auch für unsere Dienste um. Wir vermeiden so aufwändige
und langwierige inhaltliche Diskussionen und Entscheidungsfindungen im
Einzelfall.
2. Dass wir uns an deutsche Gesetze halten müssen, versteht sich von
selbst. Im Einzelfall wird es sicher hier auch einen Graubereich
geben. Wenn aber bereits der Verdacht besteht, dass Gesetze
gebrochen würden, sind wir wohl weit von noch annehmbaren Verhalten
entfernt, sodass wir dann auch gleich einschreiten können. Eine
weitergehende Begründung im Sinne eines Gutachtens oder
ähnlichem ist hier nicht erforderlich.
3. Dies gibt den Admins, die "am nächsten dran sind" möglichst viel
Entscheidungsfreiheit und hält Entscheidungswege kurz. Gleichzeitig gibt
es den Admins die Rückendeckung durch den Vorstand.
4. Weil das Potential für Konflikte da ist, ist es wichtig nachvollziehbar zu
machen, was man wann getan hat und wer was entschieden hat. Außerdem kann
man in der Zukunft dann die Erfahrungen aus früheren Fällen nutzen. Die
Dokumentation ist nur intern für Vorstand und Admins zugänglich.
5. Der Vorstand ist letztlich der gewählte rechtliche Vertreter des Vereins,
er muss immer das letzte Wort haben.
6. Kommt es zu Konflikten ist es Aufgabe des Vorstandes im Namen des Vereins zu
sprechen und die Admins aus der Schußlinie zu nehmen.
## Zusatzbemerkungen
1. Technisch begründete Nutzungseinschränkungen, zum Beispiel um die Server vor
Überlastung zu schützen, werden von dieser Richtlinie nicht berührt. Die
Festlegung solcher Einschränkungen obliegt den Administratoren der
jeweiligen Server bzw. der Arbeitsgruppe OSM-Server.
2. Wir sollten vermeiden, dass für Dienste, die der FOSSGIS
e.V. bereit stellt, der Eindruck entsteht, dass damit erzeugte
Inhalte, die von Nutzern beigetragen wurden, dem FOSSGIS
e.V. zugeordnet werden. Geeignet dazu sind: Klare Hinweise auf die
Nutzungsordnung, Dienste nicht unter fossgis.de oder anderen unserer
"eigenen" Domains veröffentlichen, Webseiten wie "Karte des Monats" oder dergl.,
die nahelegen, dass wir eine Auswahl getroffen haben.
3. Diese Richtlinie regelt unsere vereinsinternen Vorgänge und
Entscheidungen. Sie ist eine Grundlage für die zum jeweiligen
Dienst veröffentlichte Policy, ersetzt diese jedoch
nicht. Öffentliche Policies sollten immer klarstellen, dass wir uns
vorbehalten, die Dienste ohne Begründung allgemein oder im
Einzelfall zu beschränken, zu sperren oder zu beenden.
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